In freier Wildbahn beschäftigen sich Kaninchen hauptsächlich mit der Futtersuche. Als Heimtier müssen
sie sich darum nicht kümmern. Es ist nun unsere Aufgabe, den Kaninchen Beschäftigungsmöglichkeiten
anzubieten, die sowohl Körper als auch Geist fit halten. Langeweile führt zu Trägheit,
Depressionen, Aggressionen oder Zerstörungswut.
Nicht jedes Kaninchen mag die gleichen Dinge, probiere aus, wem was am meisten Spaß macht.
Problematisch sind Spielzeuge aus Plastik, da die Langohren sie anknabbern können.
Verschlucken sie Kleinteile, treten Verletzungen in Magen und Darm auf.
Achte immer auf Spielzeug, dass auch für Kleinkinder geeignet ist, dies
ist meist unbehandelt (z. B. Spielsand).
Tipp:
Stelle immer nur ein paar Beschäftigungsmöglichkeiten auf und wechsle diese nach 3 Wochen. Die Kaninchen
können sich so immer wieder über die "neuen" Sachen freuen und verlieren nicht all zu schnell das Interesse. (Verändere aber nicht zu viel im Gehege, das verunsichert die Kaninchen.)
Papiertüten
(Eigenen sich gut zum knabbern, kratzen und hineinkrabbeln)
Papageienspielzeug
(Zum Ziehen oder vom Gehege hängend zum knabbern oder Dagegenschlagen)
Strohbesen
(Dort können die „Wilden“ sich mal richtig austoben)
Alte Handtücher
(Kaninchen lieben Handtücher, man kann sie anknabbern, zerreißen und „wegräumen“)
Unbehandeltes Holz
(Aus Ästen lassen sich Höhlen und Tunnel basteln. Welche Zweige geeignet sind, findest du
hier.)
Röhren aus Kork, Ton und Holz
(Hier kann man fantastisch durchflitzen)
Katzenbehausung- und Spielzeug
(Auch Kaninchen nutzen die Katzenkratzbäume um ihre Kletterleidenschaft auszuleben. Die Kuschelhöhlen sollten zum Schlafen und Kuscheln in einer erreichbaren Höhe sein.)
Pflanzsteine
(Pflanzsteine sind eine gute Möglichkeit Tunnel und Ausguckplätze zu errichten. Gleichzeitig nutzt das Klettern auf diesen Steinen auch noch die Krallen ab.)
Weidenbälle
(Sie werden hin- und hergerollt oder kurzerhand zerstört, evtl. können Weidenbälle mit Trockengemüse gefüllt oder schon so gekauft werden.)
Papprollen vom Toilettenpapier oder von Küchenrollen
(Die Papprollen werden mit Heu gefüllt und in der Mitte werden Leckerlies (z. B. getrocknete Möhrenscheiben) versteckt. Nun müssen die kleinen Langohren ein bisschen arbeiten, bis sie an die Leckerbissen kommen.)
Schaschlik-Spieße
(Selbstverständlich wird bei diesem Spiel nicht Fleisch, sondern klein geschnittenes Gemüse auf einen Schaschlik-Spieß gesteckt. Die essbare Girlande kann erhöht aufgehängt werden. WICHTIG: Achte darauf, dass die Kaninchen sich nicht am Spieß pieksen können!)
Verschiedene Häuschen und Rampen aus Holz oder Pappe
(Sie bieten Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten, können als Aussichtsplattform genutzt werden oder zum Klettern.)
Kiste mit Überraschung / Buddelkiste
(Unbehandelte Weidenkörbe, Kisten, Kartons oder schwarze Mauerkisten (im Baumarkt erhältlich) werden mit Papierschnipseln, alten Handtüchern, Blätter, ungedüngter Erde, Rindenmulch, Stoffresten, zerknülltem Papier, Toilettenpapier, Stroh, Heu oder Sand gefüllt und schon kann man sich so richtig austoben. Den Sand holt man am Besten aus dem Baumarkt, dieser ist unbehandelt und auch für Kinder geeignet. Sollten die Kaninchen die Kiste mit Sand als Toilette nutzen, muss der Sand oft gewechselt werden, da er schnell anfängt unangenehm zu riechen.)
Gemüse on the rock
(Verschiedenes Gemüse (z. B. Karotte, Fenchel oder Paprika) wird in kleine Stücke geschnitten und in die Löcher eines Ziegelsteins gesteckt. Nun müssen sich die Kaninchen anstrengen um an ihr Futter zu kommen.)
Apfel an der Leine
(Aus einem Apfel wird das Gehäuse so entfernt dass der Apfel ganz bleibt, anschließend wird eine Schnurr durchgefädelt und ins Gehege gehängt oder nach oben gehalten. Das Kaninchen sollte rankommen, aber sich dafür ein wenig anstrengen müssen.)
Futter verstecken
(Leckerchen, wie beispielsweise getrocknete Karottenscheiben, werden im Zimmer verteilt. So werden die Kaninchen gefordert, nach ihnen zu suchen.)
Futterglocken
(Das eine Ende einer Schnurr wird an frisches Gemüse gebunden und das andere Ende durch einen kleinen Tontopf gefädelt und auch zugebunden. Nun kann die Futterglocke als kleiner Hingucker im Gehege aufgehängt werden.)
Kuschelröhre
(Die handgefertigten Kuschelröhren lieben Kaninchen, hier kann man durchflitzen und entspannen.
Hier zu bestellen.)
Leckerchenkugel
(Eine Salatkugel aus dem Internet oder Zoofachhandel wird mit buntem Gemüse gefüllt. Nun müssen die kleinen Nimmersatts arbeiten, um an ihr Futter zu gelangen.)
Gemüse-Leine
(In verschiedenes Gemüse werden kleine Löcher gestochen um sie an einer Leine aufzuhängen.)
Holzbretter
(Holzbretter können je nach Größe und Dicke an eine Wand gelehnt, als Rampe oder Aussichtsplattform genutzt werden. ACHTUNG: Achte darauf, dass kein Kaninchen von einem umfallenden Brett verletzt werden kann!)
Bälle oder Kugel
(Diese dürfen nicht angeknabbert werden, falls doch, müssen sie umgehend entfernt werden, da der Kaninchenmagen verletzt werden kann.)
Futterbaum
(Man nehme einen starken Ast und versehe ihn mit Löchern. Nun wird er mit Möhren gefüllt oder an dünnen Ästen, die in den Löchern gesteckt werden, wird Gemüse aufgehängt.)
Tunnellandschaft
(Ganz kaninchen-like kann eine Tunnellandschaft mit Häuschen und Tunneln aus verschiedenen Materialien gebaut werden.)
Unbehandelte Schilf- oder Maismatten
(Matten können beliebig eingesetzt werden und es darf sogar genascht werden.)
Kuschelkissen
(Ein Stoffbezug (gekauft oder selbst genäht) wird mit Heu gefüllt.)
Wig-Wam
(Stöcker (z. B. Bambus) werden so im Kreis aufgestellt, dass sie sich oben treffen, dann werden Rangpflanzen eingesetzt.)
Verschiedene Gegenstände zum Abenteuerspielplatz oder Kuschelplatz umfunktionieren
(Sei kreativ, aber achte immer darauf, dass sich kein Tier verletzen kann!)
Gerne unterstützt dich das kompetente Möhren sind orange-Team
bei
Fragen und Problemen rund um die Kaninchenhaltung.
Erreichbar unter kontakt@moehren-sind-orange.de
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