Hallo!
Ich heiße Claudia und bin 30 Jahre alt und möchte Euch kurz erzählen, wie ich zu Kaninchen gekommen
bin und wie sich meine Haltungsbedingungen von Jahr zu Jahr verbessert haben.
Ich bin durch einen Zufall und ohne jegliches Vorwissen an meine damaligen Kaninchen Kira und
Löwchen gekommen, indem ich sie als Notfälle von einer Bekannten übernommen habe, damit sie nicht
ins Tierheim kommen. Naiv wie ich war, übernahm ich folgende Vorstellungen gleich mit:
Kaninchen sind unkomplizierte, anspruchslose Tiere, die nicht viel brauchen und nicht viel kosten.
Käfig samt Zubehör war gleich mit dabei, und ich war anfänglich tatsächlich der Meinung, dass
es den beiden reicht, wenn sie mit einer Schale Trockenfutter, Nippeltränke und Salzleckstein
den ganzen Tag in ihrem Käfig sitzen und abends ab und zu mal eine Runde in der Wohnung laufen
dürfen. Die "Ernährung" umfasste zusätzlich solche ungesunden Dinge wie Joghurtdrops und Knabberstangen.
Relativ schnell merkte ich, dass das so auf Dauer nicht geht:
Kira war übergewichtig, hatte häufig Durchfall und war sehr unausgeglichen. Sie hat regelmäßig
Radau im Käfig gemacht und ihren Partner Löwchen ziemlich unterdrückt.
Die Haltungsbedingungen habe ich daher Stück für Stück immer weiter geändert
und verbessert: zunächst Ernährungsumstellung auf getreidefreie Pellets sowie
getrocknetes Obst und Gemüse als Leckerchen, mehr Auslauf, später Gehegehaltung tagsüber usw.
Löwchen ist 2008 dann leider an den Folgen von E. cuniculi gestorben,
womit ich mich natürlich auch nicht auskannte (die Tierärztin leider auch nicht).
Dadurch kam Dennis als neuer Partner für Kira zu uns, ein wilder Jungspund im
Vergleich zu ihr. Durch ihn merkte ich erst recht, dass diese Tiere einfach rund um die Uhr
Platz brauchen, und ich habe in der damaligen Wohnung den kompletten Balkon zum Kaninchen-Gehege gemacht.
Letztes Jahr musste ich kurzfristig umziehen, sodass die Balkonhaltung
leider nicht weiter möglich war. Jetzt leben Kira und Dennis bei mir in der
Wohnung in einem 4qm-Gehege plus täglichem Auslauf. Wenn ich zu Hause bin, steht
die Gehegetür fast immer offen. Die Ernährung der beiden habe ich dieses Jahr auf Wiese
ad libitum plus Gemüse und Heu umgestellt, was super funktioniert hat. Kira ist mittlerweile
eine Seniorin (Alter von beiden unbekannt, da Fundtiere), die sich aber nach wie vor super mit
Dennis versteht. Erst jetzt kann ich sagen, dass ich meine Tiere wirklich artgerecht halte und
kann rückblickend kaum mehr fassen, wie die Haltungsbedingungen früher waren… Aber das Wichtigste
ist, dass man sich Fehler eingesteht und aus diesen lernt!
In den letzten Jahren "durfte" ich leider Erfahrungen mit diversen Kaninchen-Krankheiten sammeln,
sodass ich heute nicht nur in Bezug auf Ernährung, Innen-/Außenhaltung und Vergesellschaftung
helfen kann, sondern mich auch mit folgenden Krankheiten auskenne: E. cuniculi mit starken
Lähmungen, Durchfall/chronische Darmprobleme, Alterserscheinungen/Arthrose,
Verstopfung durch Haare im Magen usw.
Wendet Euch also gerne an mich, ich freue mich auf Eure Mails!
Kira und Dennis heute, Innenhaltung/Gehege (seit Nov. 2010)
Kira und Dennis im Übergangs-Gehege auf dem Balkon meiner Eltern (2010)
Kira und Dennis im großen Balkon-Gehege (2009-2010)
Kira und Löwchen, Innenhaltung/Käfig mit Auslauf (2005-2008)
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