Inga






"Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln." (Astrid Lindgren)

Große Kulleraugen, eine kleine Nase, niedliche Langohren – ist das alles?

Nun, bis ich eine Antwort auf diese Frage gefunden habe, sind viele Jahre der Kaninchenhaltung vergangen in welchen ich leider kaum etwas über die wirklichen Bedürfnisse von Kaninchen wusste. Der Alltag meiner Kaninchen war schlicht und einfach: Ein kleiner Stall, eine Nippeltränke und täglich ein voller Napf Fertigfutter. In meinen Augen sahen sie damals zufrieden aus, wie sie den ganzen Tag in einer Ecke hockten, sich kaum bewegten und ihr Leben nur aus Fressen und Schlafen bestand. Ich hinterfragte diese Art und Weise der Kaninchenhaltung nie, schließlich bin ich von Geburt an mit Kaninchen aufgewachsen und niemand hatte mir gesagt, dass Kaninchen Bedürfnisse haben, die unbedingt erfüllt werden müssen, denn niemand in meinem Umfeld wusste etwas darüber, also war ich mir sicher, meinen Kaninchen nicht zu schaden. Eines Tages kam ich glücklicherweise zu einem Kaninchenbuch, welches ich eigentlich nur zufällig anschaute und in diesem Moment verstand ich, dass meine Kaninchen nicht glücklich, sondern einsam und unglücklich waren, da ich mit der Einzel- und Stallhaltung sehr vieles falsch machte. Und ich beschloss, das Leben meiner Kaninchen zu verändern, schließlich wollte ich, dass sie sich genauso an ihrem Leben erfreuen konnten wie ich mich an ihnen erfreute. Während ich meinen Kaninchen beim Laufen und Wiese fressen zuschaute, begriff ich schließlich, dass niemand der einmal glückliche Kaninchen gesehen hat jemals behaupten würde, einzeln gehaltene Kaninchen in einem kleinen Stall seien glücklich, da Kaninchen zum Laufen und zum Leben mit Artgenossen gemacht sind, und dies ist sofort sichtbar, wenn man glückliche Kaninchen beobachtet.

Und so verstärkte sich bei mir immer mehr der Wunsch, mehr Wissen über Kaninchen und dessen Lebensweise in der Natur, Ernährung, Krankheiten etc. zu erlangen, um so anderen Kaninchenhaltern helfen zu können. Und so informierte ich mich immer mehr und sammelte eigene Erfahrungen wodurch sich meine Kaninchenhaltung immer weiter optimierte. Heute habe ich zwei Kaninchen, Charlotte und Cappuccino die in ganzjähriger Außenhaltung leben und ad libitum ernährt werden (im Winter mit Gemüse, Sämereien und Heu, von Frühling bis Herbst mit Wiese, Heu und ein wenig Gemüse als Ergänzung). Die beiden Langohren machen mir jeden Tag viel Freude und ich bin noch immer fasziniert davon, wie interessant Kaninchen sind wenn man ihnen ihre Grundbedürfnisse erfüllt.

Und jetzt, wo ich meinen Kaninchen ein bedürfniserfüllendes Leben ermögliche, kann ich sicher sagen: Ja, es gibt noch viel mehr, was Kaninchen ausmacht als Kulleraugen und Langohren, denn ihre Lebens- und Verhaltensweisen sind etwas ganz Besonderes.

Und so kam ich zu Möhren sind orange und möchte Kaninchenhalter dabei unterstützen, das Leben ihrer Kaninchen zu verbessern, damit in Zukunft einige Langohren mehr ihr Leben genießen können.

Bei Fragen oder Problemen mit Kaninchen bin ich gerne für euch da.

Charlotte und Cappuccino:





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