Körpersprache und Verhalten

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Körpersprache

Männchen machen
Das Kaninchen zeigt damit Aufmerksamkeit und Neugier. Eventuell möchte es irgendwo hinein, heraus oder verschafft sich einfach eine bessere Sicht oder bettelt.

Schnüffeln
Das Kaninchen nimmt die Umgebung wahr und zeigt damit Neugier oder Aufregung.

Sich flach auf dem Boden drücken
Das Kaninchen unterwirft sich einem anderen Kaninchen oder hat Angst, oft folgt die Flucht ins sichere Versteck.

Totstellen mit heftiger Atmung und weit aufgerissenen Augen
Das Kaninchen versucht sich zu tarnen und unentdeckt zu bleiben. Es hat große Angst.

Vorsichtiges Anstupsen
Das Kaninchen begrüßt dich oder ein anderes Kaninchen und zeigt damit Sympathie. Es kann auch eine Aufforderung zum Putzen bei anderen Kaninchen oder zur Futtergabe beim Halter sein.

Stoßen mit dem Kopf
Das Kaninchen möchte in Ruhe gelassen werden oder sich eine bessere Sicht verschaffen. Schiebt es mit dem Mäulchen die Hand weg, heißt dies, dass es jetzt wirklich genug hat.

Lecken
Das Ablecken eines anderen Kaninchens oder des Halters zeigt Zuneigung, untereinander dient es auch zur Fellpflege.

Entspannte Sitzhaltung mit angelegten Ohren, entspanntes Hocken
Das Kaninchen möchte sich ausruhen oder dösen. Es sollte nun nicht gestört werden.

Langgestreckte Liegeposition
Das Kaninchen entspannt sich und sollte jetzt nicht gestört werden. Manche Kaninchen legen oder werfen sich dabei auch auf die Seite und stecken alle Viere von sich, damit zeigt das Kaninchen, dass es sich sehr wohl und sicher fühlt. Es möchte jetzt schlafen.

Sich wälzen
Wenn das Kaninchen sich wälzt, zeigt es damit hohes Wohlbefinden.

Luftsprünge, Tanzen in der Luft, Hakenschlagen, seltenes Kopfschütteln
Das Kaninchen spielt, ist übermütig oder hat seine „5 Minuten“, es fühlt sich wohl. Häufiges Kopfschütteln kann auf eine Krankheit hinweisen!

Nasenblinzeln (außer bei Hitze oder Krankheit)
Das Kaninchen ist aufgeregt und nimmt seine Umgebung wahr.

Räkeln, Strecken und Gähnen
Auch Kaninchen gähnen und strecken sich nach einer Ruhepause.

Stampfen und Klopfen mit den Hinterläufen
Das Kaninchen wittert Gefahr, ist wütend, angespannt und verschreckt. So kann es seine Artgenossen ober- und unterirdisch vor Gefahr warnen.

Gegenstände hin- und herschieben
Das Kaninchen möchte seinen Wohnraum selbst gestalten, es kann jedoch auch ein Ausdruck der Langeweile sein. Geschobener Futternapf kann Hunger bedeuten.

Scharren und Buddeln
Natürlicher Trieb der Kaninchen, es versucht sich eine Höhle zu schaffen. Kaninchen sollten diesen Trieb sowohl in Innen– als auch in Außenhaltung immer ausleben können.

Umkreisen der Füße
Inklusive Beißen ist dies ein sexuelles Verhalten, das Kaninchen wirbt um dich. Weitere Kreise ohne Beißen bedeuten, dass das Kaninchen dich mag und begrüßt.

Beißen beim Füttern
Das Kaninchen ist so hungrig, dass es den Finger mit dem Futter verwechselt oder es verteidigt sein Futter. Bei einer allgemeinen erhöhten Aggressivität sollte dringend die Ursache für das Unwohlbefinden gefunden werden. Kaninchen, die artgerecht gehalten und ernährt werden zeigen dieses Verhalten kaum bis gar nicht.

Kinnreiben
Am Kinn des Kaninchens befinden sich die Ausgänge der Duftdrüsen, somit markiert es Gegenstände, die ihm gehören bzw. zu seinem Revier. Das kann u. U. auch der Halter sein.

Urin verspritzen
Besitzanspruch an das Revier oder an ein rangniedriges Tier. Es kann auch sein, dass das Kaninchen stinksauer ist. Dieses Verhalten zeigen unkastrierte Männchen oder sehr dominante Tiere.

Blinddarmkot fressen
Das Kaninchen nimmt lebenswichtiges Vitamin B mit dem Blinddarmkot auf. Es darf nicht davon abgehalten werden.

Revierkot
Setzt das Kaninchen Kot nicht auf einen Haufen, sondern vereinzelt ab, so begrenzt es sein Revier.

Spielen
Kaninchen lieben es, Dinge hin- und herzuschieben, zu rennen, buddeln oder irgendwo hoch- und runterzuspringen. Weiteres hier.

Angespannte Körperhaltung mit steil nach oben gerichtetem Schwänzchen (Blume)
Das Kaninchen steckt sich dabei nach vorne und zeigt Aufregung und Neugier. Werden nun die Ohren angelegt, folgt meist ein Angriff.

Fell ausreißen
Wahrscheinlich ist das Weibchen trächtig oder scheinträchtig.

Putzen
Das Kaninchen betreibt Fellpflege, dies geschieht öfter am Tag und sehr ausführlich (ähnlich wie Katzen). Oft säubern Kaninchen sich auch gegenseitig. Dies dient nicht nur der Fellpflege, sondern stärkt auch die soziale Bindung.

Lautsprache

Leises Fiepen
Mit diesem sehr leisen Geräusch, ähnlich einem Winseln, möchte das Kaninchen ausdrücken, dass es in Ruhe gelassen werden möchte. Welpen fiepen nach der Mutter aus Angst oder Hunger.

Brummen
Leises Brummen steht für Paarungsbereitschaft und Werbung.

Leises Fauchen
Leises Fauchen steht für Unmut. Das Kaninchen ist ganz und gar nicht mit der Situation zufrieden.

Scharfes Fauchen, Grunzen und lautes Knurren
Das Kaninchen ist verärgert, wütend oder genervt, es könnte angreifen. Das Fauchen oder Knurren ist die letzte Warnung.

Leises Zähnemahlen
Mahlt das Kaninchen leise mit den Zähnen ist es sehr zufrieden.

Lautes Zähneknirschen
Das Kaninchen hat starke Schmerzen oder fühlt sich sehr unwohl.

Schriller Schrei
Das Kaninchen leidet Todesangst, hat sehr starke Schmerzen oder liegt sogar im Sterben.


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