Autorin: Kathi
Viele Menschen meinen, Kaninchen seien nicht besonders intelligent, doch wahrscheinlich haben diese Menschen
es noch nie ausprobiert. Obwohl sie nicht so klug wie Hunde oder Katzen sind, sind sie doch in der Lage,
kleine Rätsel zu lösen. Haben sie erst mal einen Trick gelernt, vergessen sie ihn so schnell nicht wieder.
Das zeigt, dass sie ein recht gutes Gedächtnis besitzen. Allerdings können sie sich schlechte Erfahrungen besser
merken, das sichert ihr Überleben in der freien Wildbahn.
Animiere deine Kaninchen zu neuen Leistungen, denn Lernen fördert das Denkvermögen, steigert die Intelligenz
und vertreibt Langeweile.
Bevor du anfängst, musst du Folgendes beachten:
Überfordere deine Kaninchen nicht, wenn sie keine Lust mehr haben, sich abwenden oder sich mit anderen
Sachen beschäftigen, breche die Übung ab und versuche es am folgenden Tag noch einmal. Ein paar Minuten am
Tag reichen völlig aus.
Deine Kaninchen müssen Vertrauen zu dir haben, also keine Angst vor ihrem "Trainer".
Ohne artgerechte Haltung fühlen sich die Kaninchen nicht wohl und das Lernen wird erschwert.
Kaninchen werden schnell ungeduldig.
Arbeite NIEMALS mit Gewalt, sondern nur mit Belohnungen! Es würde ohnehin nichts bringen, da die Kaninchen
die Bestrafung nicht mit ihrem "falschen" Verhalten sondern mit dir verbinden würden. Damit wäre das Vertrauen
zerstört. Als Belohnungen eigenen sich kleine getrocknete Bananen-, Apfel- oder Möhrenscheibchen.
Labyrinth
Baue aus Pappkartons, Häuschen und Brücken ein Labyrinth. Am Ausgang sollte ein Leckerchen auf das Kaninchen warten. Welches Kaninchen ist am schnellsten und welches versucht es mit roher Gewalt?
Futtergeräusch
Jedes mal, bevor du deinen Tieren Futter in den Napf gibst, mache ein Geräusch. Achte darauf, dass es weder
ein Pfeifen, noch ein anderer hoher Ton ist, da das in Kaninchenohren schmerzhaft ist. Versuche es mit einem
Schnalzen oder einem anderen dunkleren Geräusch. Dieses wiederholst du einige Tage. Schon nach kurzer Zeit
werden sie nur noch auf das Geräusch hören und achten nicht mehr darauf, ob überhaupt Futterzeit ist.
Die kleinen Nimmersatts kommen trotzdem angelaufen, denn sie haben gelernt: Bei dem Geräusch gibt es etwas
Leckeres.
Farbenspiel
Du brauchst drei Näpfe in den Farben rot, blau und gelb (Näpfe können auch mit buntem Papier beklebt werden).
Nun gibst du etwas Futter, das deine Kaninchen gerne fressen in den roten Napf und du wirst sehen, dass sie
immer wieder zu dem roten Napf laufen werden. Egal, ob du ihn überhaupt befüllt hast.
Deckel öffnen
Ein Behälter, der nicht größer als das Tier selber sein sollte, wird vor den Augen des Kaninchens mit
einem Leckerchen gefüllt. Nun wird der Deckel verschlossen, aber so, dass das Kaninchen es mit den Zähnen wieder
öffnen kann. Ein passendes Modell ist z. B. bei der Kaninchenhilfe e. V. oder unter kaninchenladen.de käuflich
zu erwerben.
Gerne unterstützt dich das kompetente Möhren sind orange-Team
bei
Fragen und Problemen rund um die Kaninchenhaltung.
Erreichbar unter kontakt@moehren-sind-orange.de
Zurück