Marina und die Notfellchenfamilie

Dieser Notfall hat uns sehr bewegt und wir würden Marina sehr gerne helfen und unterstützen.

„Wir haben im Juni 2018 Columbus mit seinen Geschwistern und Eltern eigentlich als PS aufgenommen, da Columbus ein massiv entzündete Auge hatte. Columbus wurde direkt tierärztlich betreut. Es standen von Anfang an TA-Besuche an, sowie Medikamentengaben. Wir haben anfangs noch die Hoffnung gehabt, dass wir das Auge retten können. Wir vermuten, dass er direkt nach dem Öffnen der Augen ein Stroh-/Heuhalm ins noch nicht ausgehärtete Auge bekommen hat und es tagelang nicht behandelt wurde. So auch die Vermutung der Vorbesitzerin.

Der Vater, Chui, wurde kastriert und sollte dann weiter auf eine PS. Er hat die OP leider nicht überlegt. Den ganzen Sommer über wurde Columbus medizinisch betreut. Das Auge wurde immer etwas besser. Im September musste er an der Hornhaut operiert werden, da sich mittig eine Hornhautspitze gebildet hatte, welche die Bindehaut stetig reizt und dauernd zu neuen Entzündungen führte.

Leider hat sich kurz nach der OP wieder Zellen auf der Mitte der Hornhaut angesammelt. Also war die OP umsonst. Aber Ende November war alles abgeheilt. Im Herbst ging es seiner Mutter Elli dann sehr plötzlich sehr schlecht. Sie war eine Woche in intensiver Tierarztbehandlung, inkl. Punktion der Lunge, die voller Flüssigkeit war. Am Ende stellte sich ein Lymphom im Thoraxbereich heraus. Jede Hilfe kam zu spät. Sie ist nachts bei uns zu Hause für immer eingeschlafen. Wir waren geschockt und konnten es nicht fassen. Kurze Zeit später machte mir mein Seelenkaninchen Hewlett große Sorgen. Er hatte eine Aufgasung. Er war auch in intensiver tierärztlicher Betreuung. Er hatte sehr viel Fell im Magen. Mittels Sondierung konnte die Tierärztin viel Fell und angesammelte Nahrungsreste aus seinem Magen entfernen. Er befand sich in der Aufwachphase und es sollte noch eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel durchgeführt werden. Sein Körper war allerdings schon so geschwächt, dass er es leider nicht geschafft hat. Er war mein Seelentier und es tat unendlich weh ihn, so kurz nach den anderen Kaninchen auch noch zu verlieren. Wir haben immer wieder so gekämpft und waren am Ende machtlos.

Im Dezember kam Brian als Notfall zu uns, da er unter miesen Verhältnissen in einem Küchenschrank gehalten wurde. Er musste auch von Anfang an tierärztlich behandelt werden. Er hatte einen massiven Haarlingsbefall, saß voll mit Hefen, hatte eine Bindehautentzündung und wurde geimpft und kastriert. Nach der Kastration hat er allergisch auf das Tiefen-Nahtmaterial reagiert und musste nochmal operiert werden.

Nach und nach erholte er sich und konnte von wenigen Wochen endlich mit der Kaninchengruppe vergesellschaftet werden und lernte ein Leben in Gesellschaft kennen.
Aber die Kosten beliefen sich mittlerweile auf mehrer Hundert Euro.

Zwischen den Feiertagen hatte Columbus erneut eine massive Bindehautentzündung und das Auge war wieder total verklebt. Also wurde er erneut tierärztlich behandelt und musst die gesamte Prozedur erneut über sich ergehen lassen. In seinem kurzen bisherigen Leben sah er öfter den Behandlungstisch beim Tierarzt, als so manches Kaninchen im gesamten Leben. Aber Columbus war sehr kooperativ und machte sehr gut mit. Anfang Januar war dann wieder alles gut und sein Auge sah wesentlich besser aus.

Leider war Anfang März erneut das Auge massiv entzündet, obwohl wir schon Augensalbe applitierten. Columbus wehrt sich immer mehr gegen das Prozedere. Und da es sein Leben lang zu diesen Entzündungen kommenn wird und er jetzt dieses Abwehrverhalten zeigt, war es jetzt an der Zeit, die Entscheidung zur OP zu treffen, bevor das restliche Vertrauen von Columbus zu uns zerstört wird.

Diese Entscheidung stand von Anfang an zur Debatte. Nur den Zeitpunkt konnte man nicht abschätzen. Für mich gab es leider nun keine andere Lösung mehr. Sein Auge hatte sowieso keine Sehkraft, so dass sich für Columbus keine weiteres Einschränkungen durch diese OP ergeben sollten.

In derselben Woche zog sich Jaques, Columbus‘ Bruder, immer mehr zurück. Mitte der Woche kam er dann nicht zum füttern. Beim Tierarzt haben wir eine leichte Schwellung an der linken Oberlippe festgestellt. Er hat weiterhin schlecht gefressen und wir haben ihn erneut beim Tierarzt vorgestellt. Das Röntgenbild zeigte einen vollen Magen. Wir sollten ihn beobachten und er wurde medikamentös behandelt. Am nächsten Tag zeigte das Kontrastmittel-Röntgenbild, dass der Magen leerer war und man sah Köttel im Darn, keine Luft.

Die Schwellung am Mäulchen wurde fester und wir unsere Vermutung, dass ein Abszess dahinter steckte erhärtete sich. Wir entschieden uns für eine zeitnahe OP, mussten jedoch noch ein wenig zittern, da Jaques massive Gewichtsschwankungen hatte und ein stetig fallendes Gewicht das Narkoserisiko massiv erhöht hätte. Durch engmaschige Kontrollen zum Zufüttern, war das Gewicht am Tag der OP in einem Bereich, dass die OP durchgeführt werden konnte.

Bei der OP stellte sich dann heraus, dass es einen großen, den von uns getasteten, Abszess gab, und sich 5 kleinere Abszesse dahinter angeschlossen haben. Bis auf den Fistelkanal konnte bei der OP alles entfernt werden. Dieser konnte nicht entfernt werden, da er zu klein war und man die Wunde deshalb hätte viel größer machen müssen, was zu riskant gewesen wäre. Also kann es sein, dass er nochmal operiert werden muss, um auch den Rest erfolgreich zu entfernen.

Danach hieß es mehrfach täglich spülen, Medikamente verabreichen und schauen dass er frisst. Damit er sich nicht selber verletzt, muss er leider einen Trichter tragen.

Zwei Tage später fand dann die OP von Columbus statt, bei der das rechte Auge erfolgreich entfernt werden konnte. Columbus erholte sich sehr schnell von der OP und wird nun auch täglich mit Medikamenten versorgt. Auch er trägt zum Schutz der Wunde vorerst einen Trichter.

Die beiden Brüder sind momentan beide im Haus bei uns untergebracht, damit die Wundbehandlung und auch die Überwachung der Nahrungsaufnahme und Kotausscheidung gesichert ist. Ich bin sehr froh, dass beide die Operationen gut überstanden haben und kooperativ bei der medizinischen Versorgung sind.

Leider rechnen wir auch hier für die Operationen und Nachbehandlungen mit Kosten um die 700-800€. Das übersteigt bei weitem unser Budget und übertrifft natürlich weitaus die Kosten, mit denen wir bei der Unterbringung der Kaninchenfamilie gerechnet haben.“

Ein Hilferuf, wo wir gerne unterstützen würden. Es ist so wichtig, dass es Menschen gibt, wie Marina, die Tieren in Not ein Zuhause schenken und die Tiere tierärztlich versorgen lassen. Eine solche finanzielle Belastung, die das normale Maß bei weitem übersteigen, ist nicht kalkulierbar. Daher würden wir als Verein, der sich für Kaninchen einsetzt, sehr gerne helfen und würden unsere treuen Mitglieder und Fans um Hilfe bitten. Vielleicht können wir mit Zusammenhalt und Engagement einen kleinen Teil leisten, um Marina und ihren Notfellchen zu helfen.

Es wurde ein Moneypool eingerichtet, der für die Bezahlung der Tierarztkosten dient. Es wäre schön, wenn der ein oder andere ein paar Euro beisteuern könnte, um Marina finanziell ein wenig zu entlasten.

https://www.paypal.com/pools/c/8cOW0O0SaN

Wir danken allen, die sich die Zeit genommen haben, diese berührende Geschichte zu lesen und Marina zu unterstützen. Gemeinsam für ein besseres Kaninchenleben. <3