Mehr über Ina

Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort „Tierschutz“ überhaupt geschaffen werden musste. (Theodor Heuss)

2005 bekam ich mein erstes Kaninchen zum Geburtstag geschenkt. Purzel war damals ein Jahr alt, lebte in einem 1m Käfig und bekam das beste Trockenfutter, was man meines Erachtens damals kaufen konnte und täglich Möhren. Diese Infos hatte ich alle aus einem Ratgeberbuch.

Immerhin bekam er nach seiner Kastrafrist direkt eine Partnerin, ich habe nicht alles falsch gemacht. Aber mich nach und nach immer mehr erkundigt, der Käfig musste einem Gehege weichen, zwei weitere Kaninchen kamen dazu, die tierärztliche Versorgung war immer gegeben, die Ernährung wurde umgestellt und man konnte sehen, wie die Nasen aufgeblüht sind.

Kaninchen sind also doch nicht die anspruchslosen Kuscheltiere, wie ich anfangs dachte.

Im November 2014 starb Purzel mit über 10 Jahren friedlich Zuhause. Seine kleine Freundin Nora, noch keine zwei Jahre alt, schlief nur zwei Tage später aus Liebeskummer ein. Diese bedingungslose Liebe untereinander hat mich die Kleinen nur noch mehr zu schätzen gelehrt.

Seitdem sind immer wieder tolle Seelchen in unser Leben gekommen, die teilweise auch wieder viel zu früh gehen mussten.

Auch wenn ich immer wieder schwach werden könnte, liegt unsere selbst gesetzte Grenze bei vier Kaninchen, mehr können wir leider platzmässig nicht gerecht werden.

Unsere Monster leben im Wohnzimmer in einem 8qm Gehege, mit täglichem Auslauf in der ganzen Wohnung.
Frisches Obst und Gemüse und saisonbedingt auch Wiese stehen 24 Stunden zur Verfügung, dazu Trockenkräuter, Heu und diverse Saaten. Die Vier leben mit uns hautnah zusammen und sind immer und überall dabei.

Mit jedem Tier wurde der Entschluss größer, etwas für die oft unterschätzten und falsch gehaltenen Tiere zu tun.

So kam ich 2015 zu Möhren sind orange und gebe meine gewonnenen Erfahrungen immer gerne weiter. 🙂