Mehr über Romi

Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen. (Helmut Kaplan)

Mein Name ist Romina, gerne werde ich auch „Romi“ genannt – es ist einfach wesentlich einfacher und man kann es sich besser merken.

Bei mir fing die Kaninchenhaltung vor nicht allzu langer Zeit an. Als Kind lebte ich irgendwie durchgängig mit Tieren zusammen, ob Mäuse, Hamster, Vögel, Ratten, Katzen oder Hunde – selbst Pferde begleiten mich schon von klein auf.

Mit 16 wünschte ich mir jedoch, nach einer 2 jährigen Pause von „eigenen“ Tieren, wieder Tiere, wo ich selbst die Verantwortung und die Kosten tragen wollte. Ursprünglich sollten Meerschweinchen zu mir ziehen, aber an den Kaninchen blieb ich hängen. Auch wenn ich in der Familie auf Gegenargumente stieß blieb ich ehrgeizig und setzte mich durch.

Nachdem ich mich über die artgerechte Kaninchenhaltung informiert hatte, zog im Frühjahr 2016 die Kaninchendame „Motte“ ein, die meine Aufmerksamkeit erweckt hatte. Ursprünglich kommt sie aus 6-8 jähriger Käfighaltung und kam mit sehr langen Krallen, massiv verängstigt und mit Verhaltensstörungen zu mir. Nachdem sie sich bei mir eingelebt hatte, versuchte ich mich an der Futterumstellung auf Grünfutter, die bei ihr nicht ganz einfach war – aber wir haben es geschafft! Auch die Verhaltensstörungen legte sie nach wenigen Wochen fast komplett ab. Sie ist derzeit mein Sorgenkind, mit einer Hinterlauflähmung und als sogenanntes „Zahnkaninchen“ steht sie ein wenig unter Beobachtung.

Natürlich sollte Motte nicht alleine bleiben und so zog kurze Zeit später ein 3-5 jähriger Kastrat mit dem Namen „Flix“ ein. Ein aufgeweckter, sehr ruhiger Kastrat, der gerne seine scheue Art zeigt, aber das wird hier akzeptiert. Er wird von mir gerne als „Ruhepol“ meiner Gruppe bezeichnet.

„Melody“ eine 2,4kg Kaninchendame zog dann im Herbst 2017 zu den „Chaosnasen“. Wegen einer Diagnose (die sich später als falsch herausstellte), wollte ich auf eine 3er Gruppe aufstocken. Sie ist der kleine Wirbelwind bei mir, tobt gerne, macht nur Quatsch und ist ein klein wenig tollpatschig. Die Vergesellschaftung stellt sich auch heute noch sehr schwierig an.

Und wie sich so einige denken können, blieb es natürlich nicht bei den dreien. Anfang 2018 zog der Rammler „Chappy“ bei mir ein. In Innenhaltung saß er seine Kastrafrist ab und bekam alle Impfungen. Hier kann man tatsächlich von „Glück“ sprechen. Kurz nachdem er hier einzog, bekam „Motte“ eine Hinterlauf Lähmung und zog ebenfalls in Innenhaltung. Nachdem die Frist um war, wurden die beiden drinnen vergesellschaftet und schmusen jetzt zusammen in Innenhaltung.

Kaninchen gehören zu meinem Alltag dazu und auch wenn viele Leute es nicht nachvollziehen können, wie man sich um kleine Lebewesen sorgen kann – Für mich sind die Nasen Familienmitglieder, wie alle anderen Tiere auch und trotz dessen, dass sie so klein sind, sind sie für mich ganz groß!

Im Lauf meiner Kaninchenhaltung habe ich bereits viele Erfahrungen sammeln können, ob es die Haltung betrifft oder zu den Krankheiten übergeht – dieses Wissen möchte ich gerne weitergeben und dort unterstützen wo ich kann, deswegen habe ich mich für die aktive Mitgliedschaft bei Möhren sind orange e.V. entschieden.

Jedes Lebewesen, ob groß oder klein – hat das Recht auf eine artgerechte Haltung.

Kaninchenleben: