Vermittlungen

Schutzvertrag als PDF-Download

allgemeine Infos 

Du möchtest einem Kaninchen ein neues Zuhause geben oder du suchst ein neues Zuhause für dein Kaninchen?   

Wir als Verein sind selbst leider keine Pflegestelle und haben daher nicht die Möglichkeit, Tiere aufzunehmen oder zu vermitteln. An dieser Stelle geben wir jedoch einige nützliche Tipps, worauf man bei der Abgabe oder Aufnahme unbedingt achten sollte und welche Anlaufstellen es gibt.  

wichtige Hinweise zur Vermittlung 

  • Adoptiere und vermittle keine unkastrierten Männchen!
    Die Tierheime und Pflegestellen der Tierschutzorganisationen platzen aus allen Nähten, besonders kurz nach Weihnachten und Ostern. Um weiteren Nachwuchs zu vermeiden, achte darauf nur kastrierte Männchen zu vermitteln oder zu adoptieren. Auch die Haltung zweier unkastrierter Männchen/eines kastrierten und eines unkastrierten Männchens ist keine Alternative, da sie sich nicht verstehen und heftig bekämpfen.   
  • Adoptiere und vermittle keine Welpen unter 12 Wochen!
    Bis etwa zur 8. Woche werden Welpen noch gesäugt, anschließend lernen sie das wichtige Sozialverhalten von der Mutter. Aus diesem Grund müssen die Kleinen unbedingt bis zur 12. Woche bei ihrer Mutter bleiben. 
  • Kaufe keine Kaninchen von (Hobby)Züchter*innen oder Vermehrer*innen!
    Jedes weitere produzierte Kaninchen verbessert die Situation in den Tierheimen nicht im Geringsten und gerade die Hobbyzucht/Vermehrung bedeutet häufig großes gesundheitliches Leid für die Tiere (siehe hierzu: Nachwuchs). Tierschutz heißt, so etwas nicht zu unterstützen.  
  • Lasse den EC-Status bestimmen!
    Um keine gesunden Tiere mit Enzephalitiszoonose cuniculi zu infizieren, solltest du unbedingt den EC-Status des Tieres, das du vermitteln/aufnehmen möchtest ermitteln lassen (dies funkioniert mittlerweile bereits über einen einfachen Schnelltest).  
  • Mache/Bestehe auf einen Schutzvertrag! 
  • Erhebe/Zahle eine Schutzgebühr! 
  • Führe/Erhalte eine Vor- und Nachkontrolle! 

Warum ein Schutzvertrag? 

Ein Schutzvertrag soll das Kaninchen bei der Vermittlung zum Beispiel vor Schäden und Leiden und einer nicht artgerechten Haltung schützen. So ein Vertrag bietet sowohl dem*der alten, als auch neuen Besitzer*in – aber vor allem dem Kaninchen – Sicherheit. Jeder, der ein gutes Zuhause für das Kaninchen möchte, wird kein Problem mit einer Unterschrift des Vertrages haben. Bitte sei skeptisch, wenn dein*e Vertragspartner*in dies ablehnt. Da Tiere leider vor dem Gesetz immer noch „Gegenstände“ sind, ist dies einer der wenigen Möglichkeiten, Sicherheit bei der Vermittlung zu erhalten.   

  • Ein kleines Beispiel zur Sicherheit für den*die Vorbesitzer*in: Der*die neue Besitzer*in bestätigt, dass er*sie das Tier artgerecht halten wird und dieses nur durch eine*n Tierarzt*in getötet werden darf.   
  • Ein kleines Beispiel zur Sicherheit für den*die neue*n Besitzer*in: Der*die alte Besitzer*in bestätigt mündlich, dass das männliche Kaninchen kastriert ist und bereits die Kastrationsquarantäne von 6 Wochen abgewartet hat. Nach 1 Monat entpuppt sich dies jedoch als Lüge. Sollte der*die Vorbesitzer*in nun im Vertrag auch eine falsche Angabe gemacht haben, kann er*sie auf Schadensersatz verklagt werden. In der Regel ist jedoch die Hemmung einer falschen Aussage höher, wenn diese schriftlich bestätigt werden muss.   

Ein Schutzvertrag regelt also artgerechte Haltungsbedingungen etc. Auch ist in diesem Vertrag geregelt, dass das Kaninchen nicht an Dritte weitergegeben werden darf, dass es nicht zu Zucht- oder Versuchszwecken genutzt werden darf und dass bei Wohnortwechsel die neue Adresse unverzüglich mitgeteilt werden muss.   

Hier findest du eine Vorlage für einen Schutzvertrag.  

Warum eine Schutzgebühr? 

Warum soll ich für ein Tierschutz-Kaninchen auch noch Geld bezahlen? Reicht es nicht, dass ich überhaupt ein Secondhand-Kaninchen aufnehme? Nein! Denn eine Schutzgebühr darf nicht als Kaufpreis angesehen werden. Bei einer Schutzgebühr geht es nämlich nicht um die Bereicherung aus einer Vermittlung. Sie reduziert verschiedenste Kosten und dient zudem, wie der Name schon sagt, dem Schutz des Tieres. Zum einen soll die Schutzgebühr also vor Spontankäufen schützen, zum anderen soll sie zuvor angefallene Kosten für z. B. für Impfungen, tierärztliche Behandlungen, Kastration und Futter reduzieren. Wenn man bedenkt, wie teuer alleine die Impfungen und eine Kastration sind, wird schnell klar: Eine Schutzgebühr deckt nicht alle zuvor angefallenen Kosten ab. Eine Schutzgebühr in Verbindung mit einem Schutzvertrag schützt das Kaninchen also bestmöglich vor Spontankäufen, da man so davon ausgehen kann, dass sich der*die neue Besitzer*in die Übernahme gut und sorgfältig überlegt hat und ihm auch bewusst ist, welche Kosten auf ihn*sie zukommen können. Außerdem soll die Schutzgebühr davor schützen, dass das Kaninchen nicht für mehr Geld weiterverkauft und mit ihm somit ein Geschäft gemacht wird. Wenn der*die neue Besitzer*in nicht bereit sein sollte, diese Schutzgebühr zu bezahlen, sollte man skeptisch werden und die Vermittlung überdenken.  

Warum eine Vor- und Nachkontrolle? 

Bei einer Vorkontrolle geht es darum, zu sehen, ob die Selbstauskunft ehrlich war. Jeder kann nämlich die perfekte Endstelle vorgaukeln: ein großes buddel- und mardersicheres Außengehege mit vielen Kaninchenfreunden inklusive artgerechter Ernährung. Aber wer weiß, ob das auch der Wahrheit entspricht? Wenn alle Angaben ehrlich waren, dann muss auch niemand vor einer Vorkontrolle Angst haben und das Kaninchen darf einziehen, wenn alles passt. Bei einer Nachkontrolle sieht es ähnlich aus. Hier wird kontrolliert, ob das Versprochene und Abgesprochene auch eingehalten wird. Wenn dies nicht zutreffen sollte, dann kann einem das Tierschutz-Kaninchen auch wieder abgenommen werden. Kurzum: Es geht also niemandem um eventuellen Dreck in der Ecke oder gar um euer Gehalt, sondern lediglich um die Frage ob das Kaninchen ein artgerechtes Leben im neuen Zuhause führen kann. 

Mögliche Anlaufstellen für die Suche und / Abgabe 

  • Wenn du einem Kaninchen ein neues Zuhause geben möchtest, solltest du dich zunächst nach Tierschutzvereinen, Tierheimen und Pflegestellen in deiner Nähe erkundigen. Hier warten oft viele großartige Kaninchen auf eine neue Chance. Die meisten Tierheime und private Pflegestellen unterstützen auch bei der Vermittlung von Kaninchen. Es lohnt sich, bei Tierheimen in deiner Nähe anzufragen, ob sie helfen können. Manchmal bieten sie Vermittlungshilfe (z. B. in Form einer Anzeige auf deren Homepage) an, auch wenn sie selbst keine Kapazitäten für die Aufnahme haben.  
  • Es kann auch sinnvoll sein, einen Aushang bei Tierärzt*innen in deiner Region zu machen oder sie ggf. zu bitten die Anzeige auf social media zu teilen. Gerade bei Tierärzt*innen, die sich auf Kleinsäuger spezialisiert haben, kann dies sinnvoll sein. 
  • Facebook bietet eine ganze Reihe an Vermittlungsgruppen für Kaninchen: allgemeine, regionale und auch Gruppen für Kaninchen mit speziellen Bedürfnissen. Auch wir als Verein haben dort eine Vermittlungsgruppe, der du gerne beitreten kannst, um deine Anzeige einzustellen.   
  • In einigen Kaninchenforen gibt es einen eigenen Bereich nur für die Vermittlung. Dort ist es möglich Gesuche aber auch Vermittlungsanzeigen aufzugeben.   

Übersicht über konkrete Anlaufstellen (Stand 31.12.2025) 

Tierheim-Verzeichnisse 

Pflegestellen speziell für Kaninchen/Kleinsäuger 

PLZ 0

PLZ 1 

PLZ 2 

PLZ 3 

PLZ 4 

  • 48167 Münster und 48351 Everswinkel – LONANInchen 

PLZ 5 

PLZ 6 

PLZ 7 

PLZ 8 

PLZ 9 

Facebookgruppen 

bundesweit 

spezielle Bedürfnisse – bundesweit 

regional 

Lebenshöfe für Kaninchen/Kleinsäuger 

Kaninchenforum mit Vermittlungsbereich 

https://www.kaninchenschutzforum.de 

Vermittlungsplattform für alle Tiere 

Vermittlung von Leihkaninchen 

https://kaninchenwiese.de/service/hilfen/leihkaninchen/ 

kaninchenkundige Tierärzt*innen 
(zur Hilfe der Verbreitung von Vermittlungsanzeigen) 

Hilfe bei Privatvermittlungen 
Erstellung und Verbreitung von Anzeigen 

 


Damit das neue Haustier wirklich glücklich wird, musst du einige Sachen beachten:

– Passen Kaninchen überhaupt zu mir?

Kaninchen sind keine Einzeltiere, sie brauchen mindestens einen Partner gleicher Art.

Wogegen muss ich meine Kaninchen unbedingt impfen lassen?

Eine passende Konstellation ist wichtig.

Die Zusammenführung muss richtig durchgeführt werden.

– Keine Käfig- oder Stallhaltung.

Du bist, was du isst: Zur artgerechten Ernährung zählen keine Snacks oder Trockenfutter aus dem Zoofachgeschäft/Supermarkt.

Wie kann ich meine Kaninchen artgerecht beschäftigen?

Hast du noch Fragen rund um die Kaninchenhaltung oder Vermittlung? Wir freuen uns auf deine Mail: kontakt@moehren-sind-orange.de